Sonnenseiten moderner Architektur
Glas hat eine Entwicklungsgeschichte vorzuweisen, die sich bis in die Antike zurückverfolgen lässt. Das damals eingesetzte Material hatte nichts mit der Hochtechnologie heutiger Gläser gemein, sollte aber dennoch Innenräume mit Tageslicht versorgen, vor Nässe schützen und Wärme im Gebäude halten.
Diese Bedürfnisse waren Basis für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Glasfunktionen.
Erst Mitte und Ende des 20. Jahrhunderts waren die Glas- und Isolationstechnologien so weit fortgeschritten, dass die Veredelung des Glases und damit seine energetischen und gestalterischen Eigenschaften immer mehr zum festen Bestandteil der Architektur avancierte.
Inzwischen ist Glas ein dominanter Baustoff, der zukunftsweisende architektonische Konzepte brilliant umsetzen kann!
Wirkungsvolle Beschichtungen
Eine Unterstützung in der Umsetzung moderner Architektur sind die wärmedämmenden selektiven Beschichtungen.
Mit einer abgestimmten Bandbreite an Beschichtungen erhalten Planer und Architekten ein zugeschnittenes Angebot an Sonnenschutz, Wärmedämmung und Lichttransmission. Die in mehrerer Hinsicht verbundenen Funktionen optimieren kosteneffizient das Gesamtenergie-management des Gebäudes. Die Aufgabe, den Wärmedurchlass auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, wird überzeugend erfüllt. Die Folgen werden nicht nur in den stark verminderten Heizkosten spürbar, sondern auch im deutlichen Zugewinn bei der Behaglichkeit.
Durch die herausragenden Sonnenschutz-Eigenschaften wird das Aufheizen der Innenräume vermieden; die Sonnenenergiestrahlung wird wirkungsvoll reflektiert. Ein wichtiger Beitrag zur Kostenminimierung der Kühlenergie wird geleistet.

Mit Durchblick zur Verwirklichung architektonischer Ideen
Ein Überblick der wichtigsten technischen Begriffe gibt den entsprechenden Background. Verglasungen mit hochtechnisierten Beschichtungen erfüllen nicht nur die neusten gesetzlichen Bestimmungen, sondern auch die gestiegenen Ansprüche an höchstmögliche Lichttransmission, intelligenten Sonnenschutz und hervorragende Wärmedämmung.
Darüber hinaus bietet unsere umfangreiche Produktreihe Architekten und Planern erweiterte kreative Freiräume. Gepaart mit den jeweils erforderlichen energetischen Eigenschaften lassen sich anspruchsvolle Glasfassadenkonzepte mit klarer, neutraler oder definiert farblich reflektierender Optik realisieren - von der großdimensionierten Glasfassade, die spielerische Leichtigkeit und Weltoffenheit wiederspiegelt, bis zum selbstbewussten, markanten Ausdruck moderner Bürogebäude.
Technische Begrifffe:
Lichttransmissionsgrad
Natürliches Tageslicht ist nicht nur für das menschliche Auge angenehmer als Kunstlicht, Tageslicht beeinflusst auch unseren Stoffwechsel und den Hormonhaushalt.
Der Lichttransmissionsgrad einer Verglasung bezeichnet den prozentualen Anteil der Sonnenstrahlung im Bereich des sichtbaren Lichtes, der von außen nach innen durchgelassen wird. Der LT-Wert ist unter anderem von den Beschichtungssystem abhängig.
b-Faktor (SC=Shading Coefficient)
Der b-Faktor ist der Quotient aus dem Gesamtenergiedurchlassgrad einer Verglasung und dem Gesamtenergiedurchlassgrad eines unbeschichteten Isolierglases. Der b-Faktor ist also ein Maß für die Sonnenschutzwirkung
b-Faktor = 0,27 / 0,80 = 0,34
Der g-Wert des unbeschichteten Zweischeiben-Isolierglases wird hierbei als Konstante mit 80% angesetzt.
Das SILVERSTAR COMBI Silber 43/27 hat zum Beispiel einen Gesamtenergiedurchlassgrad nach DIN 67507 von 20%.
Allgemeiner Farbwiedergabeindex Ra
Mit dem Farbwiedergabeindex werden Farbveränderungen von Gegenständen, die sich hinter dem beschichteten Wärmeschutzglas befinden, verglichen. Für die technische Prüfung wird eine Normallichtquelle verwendet. Die Skala für Ra reicht bis 100. Der maximal mit einer Verglasung erreichbare Ra-Wert ist 99.
Selektivitätskennzahl S
Mit der Selektivitätskennzahl wird das Verhältniss Lichdurchlässigkeit zu Gesamtenergiedurchlass gekennzeichnet. Diese Kennzahl S bewertet die Sonnenschutzgläser in bezug auf eine erwünschte hohe Lichtdurchlässigkeit im Verhältnis zu dem jeweils angestrebten niedrigen Gesamtenergiedurchlassgrad. Eine hohe Selektivitätskennzahl drückt ein günstiges Verhältniss aus.
S = Lichttransmissionsgrad / Gesammtenergiedurchlassgrad
Strahlungsabsorption
Unter dem Strahlungsabsoptionsgrad oder Energieabsorptionsgrad versteht man den Anteil Strahlung im gesamten Bereich des Sonnenspektrums, der durch die Verglasung aufgenommen wird.
Für Glaskombinationen, die einen Strahlungsgrad von deutlich mehr als 50% aufzuweisen haben, sollte das Sonnenschutzglas generell vorgespannt werden.
Gesamtenergiedurchlassgrad
Der g-Wert gibt an, wie viel Energie von der auftreffenden Sonneneinstrahlung durch die Verglasung ins Rauminnere gelangt. Er setzt sich aus zwei Teilen zusammen, aus der direkten Strahlungstransmission und der sekundären Wärmeabgabe. Die sekundäre Wärmeabgabe ergibt sich aus der Tatsache, dass sich das Glas als Folge der Sonneneinstrahlung erwärmt und nun seinerseits Wärme nach innen und außen abgibt. |