
Verbundsicherheitsglas (VSG)
Verbundsicherheitsglas besteht aus zwei oder mehr, im Regelfall gleichdicken Floatgläsern, die mittels einer oder mehrerer Polyvinyl-Butyral-Folien (PVB), unter Anwendung eines speziellen Verfahrens (Laminierungsprozess) fest miteinander verbunden bzw. verklebt werden.
Im Fall eines mechanischen Bruches haften die Bruchstücke auf der Folie und bieten somit eine gewisse Resttragefähigkeit. VSG kann alternativ mit fast allen Guß- und Färbgläsern wie z.B. Float bronze, grau oder grün kombiniert werden. Die Zwischenschichten aus Polyvinyl-Butyral-Folie(PVB) können klar, durchscheinend oder farbig sein.

Für das sichere Zuhause
VSG kann je nach Kombination und Aufbau folgende Sicherheitseigenschaften aufweisen:
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ab- und durchsturzhemmend (VSG 6mm bzw. VSG 8mm - Verglasungen) |
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durchwurfhemmend (sogenannte A-Verglasungen) |
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durchbruchhemmend (sogenannte B-Verglasungen) |
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durchschußhemmend (sogenannte C-Verglasungen) |
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sprengwirkungshemmend (sogenannte D-Verglasungen) |
Natürlich kann VSG ebenfalls zu Wärmeschutzglas zusammengebaut werden, so daß der Wärmedurchgangswert eines VSG dem einer homogenen Floatglaseinheit gleicher Dicke entspricht.
Einscheibensicherheitsglas(ESG)
Einscheibensicherheitsglas, gemäß DIN 1249-10 und DIN 1249-12, ist hochwiederstandsfähig gegen Stoß-, Schlag- und Biegebeanspruchung sowie thermische Belastungen.
Beim thermischen Vorspannprozess wird die Glaseinheit bis zu einer Temperatur von über 600°C erwärmt und dann anschließend mit Kaltluft konvektiv angeblasen.
Durch die Behandlung wird in der Scheibe ein im Gleichgewicht befindlicher Spannungszustand aufgebaut. Bei Aufheben des Spannunsverhältnisses durch Beschädigung der Kanten bzw. der Oberfläche zerfällt das Glas in ein Netz kleiner Krümel, die mehr oder weniger lose zusammenhängen.
Dadurch wird eine eventuelle Verletzungsgefahr deutlich gemindert.
Teilvorgespanntes Glas (TVG)
Der Herstellungsprozess von teilvorgespanntem Glas (TVG) gemäß EN 1863 und Einscheibensicherheitsglas (ESG) ist sehr ähnlich. Auch hier wird die Glaseinheit beim thermischen Vorspannprozeß bis zu einer Temperatur von über 600°C erwärmt und dann anschließend mit Kaltluft konvektiv angeblasen. Die Abkühlphase erfolgt allerdings wesentlich verhaltener. So entsteht ein Glas, das in in seinen thermischen und mechanischen Eigenschaften zwischen Floatglas und Einscheibensicherheitsglas angesiedelt ist. Erst durch die Verarbeitung zu Verbundsicherheitsglas (VSG) bekommt das Teilvorgespannte Glas (TVG) Sicherheitseigenschaften.
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